Psychische Störungen und ihre Bewertung nach den VMG

In den VMG wird  für Neurosen, Persönlichkeitsstörungen, Folgen psychischer Traumen sowie leichtere psychovegetative oder psychische Störungen einen GdB von 0-20 festgelegt. Die stärker behindernden Störungen mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit werden mit einem GdB von 30-40 bewerten. Für schwere Störungen (z. B. schwere Zwangskrankheit) mit mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten gilt ein GdB von 50-70, mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten ein GdB von 80-100.

Das LSG Sachsen-Anhalt hat am 03.12.2014  (Az.: L 7 SB 4/13) unter Bezugnahme auf Beschlüssel des Ärztlichen Sachverständigenbeirates zu der Abgrenzung Stellung genommen und ausgeführt:

„dass der GdB 30 bis 40 durch Kontaktschwäche und/oder Vitalitätseinbuße gekennzeichnet ist und dass mittelgradige soziale Anpassungsschwierigkeiten neben den Auswirkungen im Berufsleben erhebliche familiäre Probleme durch Kontaktverlust und affektive Nivellierung voraussetzen (LSG unter Bezug auf Beschluss des Ärztlichen Sachverständigenbeirats, BMA am 18./19.03.1998).