Pflegebedürftige, Rentner, Arbeitslose

Aufgrund der Erfahrung der rechtlichen Beratung chronisch kranker Menschen besteht auch ein Problembewusstsein für die Folgen eines langen Krankheitsverlaufs. In diesem Zusammenhang kann die Beantragung einer Pflegestufe erforderlich sein.

Pflegestufe

In Ruhe „alt“ werden – Bloße Vorstellung oder Realität?

Der Begriff des Älterwerdens wird in keinem anderen Land so oft und vielfältig diskutiert wie in Deutschland. Die zahlreichen Ansatzpunkte der Diskussionen fangen bei der Würde im Alter an, betreffen die klammen Pflege- und Krankenkassen, schildern die Altersarmut und vergessen werden dabei die Personen um die es eigentlich geht: Sie – Wir – jeder Einzelne.

Nachdem das Arbeitsleben hinter einem liegt und die Altersrente und ggf. eine zusätzliche private Rentenversicherung für den Lebensunterhalt dienen, werden dennoch Besorgnisse geäußert, ob diese Versorgung z.B. im Fall einer Pflegebedürftigkeit ausreicht und ob es zusätzliche Versorgungen gibt.

Für den Fall, dass eine Person pflegebedürftig wird und somit aufgrund einer Krankheit oder Behinderung die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer nicht selbständig verrichten kann und der Hilfe bedarf, greift die Pflegeversicherung ein.

Die Verrichtungen des täglichen Lebens werden in die Bereiche der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität eingeteilt.

Der Umfang der zu erbringenden Hilfeleistungen wird durch die Zuordnung in die jeweilige Pflegstufe I, II oder III festgelegt. Des Weiteren kommt zu der beschrieben Grundpflege noch die anerkannte hauswirtschaftliche Hilfe hinzu. Eine grobe Orientierung für die Zuordnung zu einer Pflegstufe bildet dieses Schaubild:

Stufe I Stufe II Stufe III
gesamte Pflege mind. 90 min 180 min 300 min
auf Grundpflege mind. 46 min 120 min 240 min

Die Pflegeversicherung wird die Zuordnung aufgrund einer vorherigen Antragstellung und eines sich anschließenden Gutachtens vollziehen.

Nachdem eine Pflegstufe festgestellt worden ist, werden verschiedene Leistungen für die Pflege des Betroffenen erbracht:

Für die häusliche Pflege werden Pflegegeldzahlungen für selbst beschaffte Pflegepersonen (z.B. Familienangehörige) oder für die häusliche Pfleghilfe durch einen Pflegdienst übernommen. Zudem bestehen Kombinationsleitungen aus diesen Beiden, teilstationäre Pflege und bei Unterbringung in einem Heim, Leistungen zur Dauerpflege.

Neben diesen Leistungen können bei Bedarf auch zusätzliche Leistungen in Anspruch genommen werden; z.B. werden Pflegehilfsmittel und technische Hilfen unabhängig von der Pflegstufe zur Verfügung gestellt.

Für den Fall, dass die Zuordnung zu einer Pflegstufe oder die gewährten Leistungen nicht den tatsächlichen Umständen entsprechen, stehen verschiedene soziale Einrichtungen, Pflegdienste und Rechtsanwälte mit Rat und Tat zur Seite, um die Rechte der Betroffenen durchzusetzen.

Rentner

Es gibt verschiedene Arten von Renten. Neben der Altersrente kann bei einer schweren Krankheit auch die Erwerbsminderungsrente gezahlt werden. Welche Voraussetzungen hierfür erforderlich sind erfahren Sie hier: Erwerbsminderungsrente 

Arbeitslose

Im Rahmen der Arbeitslosigkeit ist auch den besonderen Umständen einer chronisch entzündlichen Erkrankung Rechnung zu tragen. Es kann ein Mehrbedarf bei einer teuren Ernährung erforderlich sein oder es bestehen Probleme im Rahmen der „Nahtlosigkeit“ bei Aussteuerung durch die Krankenversicherung.