Kündigung bei Leistungsschwäche

KÜNDIGUNG BEI LEISTUNGSSCHWÄCHE WIRKSAM

Das Bundesarbeitsgericht (Aktz.: 2 AZR 536/06) hat am 17.01.2008 entschieden, dass die Leistungsschwäche eines Arbeitnehmers zu dessen Kündigung berechtigt.
In dem zuentscheidenden Fall hatte die gekündigte Arbeitnehmerin (Klägerin) dreimal so viele Fehler gemacht wie der Durchschnitt aller Beschäftigten.
Nach zwei Abmahnungen wurde der Arbeitnehmerin fristgerecht wegen schlechter Leistung gekündigt. Das BAG führte hierzu aus, dass „die Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen gerechtfertigt sein [kann], da die Klägerin nach den Behauptungen der Beklagten über einen längeren Zeitraum eine qualitativ erheblich unterdurchschnittliche Leistung erbracht hat.“

Folglich ist eine verhaltensbedingte Kündigung dann möglich, wenn eine qualitativ erheblich unterdurchschnittliche Leistung erbracht wird. Aber auch hierbei ist genau auf die Ursache der Fehler abzustellen. Diese können nur dann Einfluss haben, wenn der Arbeitnehmer für sein Verhalten verantwortlich ist und die Ursache der Fehler nicht aus dem Bereich des Arbeitgebers stammen. Abschließend sind auch die weiteren Vorraussetzungen einer verhaltensbedingten Kündigung zu beachten.

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung des BAG. (PRESSEMITTEILUNG)