Außerordentliche Kündigung bei sexueller Belästigung?

Das Bundesarbeitsgericht hat am 20.11.2014 (Az.: 2 AZR 651/13) über die Rechtmäßigkeit einer außerordentlichen Kündigung bei sexueller Belästigung wie folgt entschieden:

„Eine sexuelle Belästigung iSv. § 3 Abs. 4 AGG stellt nach § 7 Abs. 3 AGG eine Verletzung vertraglicher Pflichten dar. Sie ist „an sich“ als wichtiger Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB geeignet. Ob sie im Einzelfall zur außerordentlichen Kündigung berechtigt, ist abhängig von den Umständen des Einzelfalls, ua. von ihrem Umfang und ihrer Intensität.“